Alle Beiträge von Viktoria L

Hallo Welt! 👋 Ich bin Masterstudentin an der Bergischen Universität Wuppertal und studiere Lehramt am Berufskolleg mit den Fächern Wirtschaftswissenschaften und Praktische Philosophie. Im Rahmen des Kurses „Transformation von Schule – Lehren und Lernen in Kulturen der Diversität und Digitalität“ teile ich hier meine Gedanken, Erfahrungen und Reflexionen rund um die spannende Frage, wie Schule sich im digitalen Zeitalter verändert. Besonders begeistert hat mich das Lernformat des Kurses: Die asynchrone Arbeitsweise in Kombination mit Gruppenarbeit passt für mich hervorragend zu den Ideen einer Kultur der Digitalität. Sie ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen, fördert Zusammenarbeit und Eigenverantwortung und zeigt ganz praktisch, wie zeitgemäßes Lehren und Lernen aussehen kann. Abseits des Studiums bin ich vor allem Vollzeitmama. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und versuche täglich den Spagat zwischen Vorlesungen, Familienalltag, Hausarbeiten, Wäschebergen und der ewigen Suche nach einer warmen Tasse Kaffee zu meistern 😅 Ich freue mich, wenn ihr mich auf diesem Blog begleitet – viel Spaß beim Lesen!

LF3: Inwiefern kann die Kultur der Digitalität zu einer Transformation von Schule mit Blick auf Diversität führen?

Comic: Drei Wege zu mehr Teilhabe in der Schule

Für die Bearbeitung von LF3 – „Inwiefern kann die Kultur der Digitalität zu einer Transformation von Schule mit Blick auf Diversität führen?“ habe ich eine Comic-Visualisierung erstellt. Der Comic zeigt drei Beispiele dafür, wie Schule durch digitale Möglichkeiten diversitätssensibler gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei drei fiktive Schüler*innen: Joel, Sophie und Mariam. Ihre Situationen verdeutlichen, wie sich Lernen, Teilhabe und der Umgang mit Vielfalt verändern können.

Viel Spaß beim Lesen, Viktoria Leinweber, 22.07.2026, Lesedauer: 10 Min

1. Joel – individuelles Lernen durch Algorithmizität

Das erste Beispiel zeigt Joel, der beim Thema Bruchrechnung mehr Zeit benötigt als andere Kinder. Durch digitale Lernangebote kann er Erklärvideos erneut anschauen, interaktive Übungen bearbeiten und direktes Feedback erhalten. Dadurch wird Lernen stärker an seinen individuellen Lernstand angepasst. Dieses Beispiel lässt sich mit Stalders Begriff der Algorithmizität verbinden, da digitale Systeme Inhalte vorsortieren, Rückmeldungen geben und Lernwege personalisieren können. Mit Blick auf Diversität bedeutet das: Unterschiedliche Lernvoraussetzungen werden stärker berücksichtigt, statt alle Lernenden im gleichen Tempo arbeiten zu lassen.

2. Sophie – Teilhabe durch Gemeinschaftlichkeit

Das zweite Beispiel zeigt Sophie, die im Unterricht eher zurückhaltend ist. In einem digitalen Diskussionsforum kann sie ihre Gedanken schriftlich formulieren und auf Beiträge anderer reagieren. Dadurch bekommt sie eine andere Möglichkeit, sich am Unterricht zu beteiligen. Dieses Beispiel passt zu Stalders Form der Gemeinschaftlichkeit, weil Wissen und Bedeutung nicht nur im klassischen Unterrichtsgespräch entstehen, sondern im Austausch mit anderen. Für Diversität ist das wichtig, weil unterschiedliche Ausdrucksformen anerkannt werden. Teilhabe bedeutet dann nicht nur mündliche Mitarbeit, sondern auch schriftliche, digitale und kollaborative Beteiligung.

3. Mariam – Vielfalt als Ressource durch Referentialität

Das dritte Beispiel zeigt Mariam, die sprachliche und kulturelle Erfahrungen in ein digitales Projekt einbringt. Durch Übersetzungsfunktionen, Bilder und digitale Präsentationen kann sie besser mitarbeiten und gleichzeitig ihre Perspektive sichtbar machen. Dieses Beispiel lässt sich mit Stalders Begriff der Referentialität verbinden: Bestehendes Wissen, Sprachen, Bilder und kulturelle Erfahrungen werden aufgegriffen, neu verknüpft und in einen gemeinsamen Lernprozess eingebracht. Diversität wird hier nicht als Problem verstanden, sondern als Ressource. Unterschiedliche Sprachen, Herkunftsgeschichten und Erfahrungen bereichern das Lernen der gesamten Klasse.

LF1: Was versteht Felix Stalder unter Kultur der Digitalität?

Video-Podcast zu LF1: Kultur der Digitalität nach Felix Stalder

Für die Bearbeitung von LF1 – „Was versteht Felix Stalder unter Kultur der Digitalität?“ habe ich mich für ein kreatives Format entschieden: einen Video-Podcast.

In dem Podcast sprechen die Moderatorin Annie und die Expertin Rumi über Felix Stalders Verständnis der Kultur der Digitalität. Dabei wird erklärt, dass Digitalität nicht einfach bedeutet, digitale Geräte wie Smartphones, Tablets oder Apps zu nutzen. Vielmehr beschreibt Stalder damit einen kulturellen Wandel: Menschen erzeugen, teilen und bewerten Wissen heute unter digitalen Bedingungen anders als früher.

Besonders im Mittelpunkt stehen dabei Stalders drei zentrale Formen der Kultur der Digitalität: ReferentialitätGemeinschaftlichkeit und Algorithmizität. Diese werden im Podcast anhand von Alltagsbeispielen wie TikTok, Wikipedia, Spotify, ChatGPT und sozialen Netzwerken veranschaulicht.

Für die Umsetzung habe ich mit zwei KI-Avataren gearbeitet. Das fand ich besonders spannend, weil dadurch ein Dialogformat entstanden ist, das fachliche Inhalte anschaulich und lebendig vermittelt. Die Stimme habe ich selbst aufgenommen beziehungsweise eingesprochen, wodurch der Podcast trotz KI-gestützter Gestaltung eine persönliche Note erhält.

Der Video-Podcast zeigt somit nicht nur inhaltlich, was Kultur der Digitalität bedeutet, sondern nutzt selbst digitale und KI-gestützte Gestaltungsmöglichkeiten. Dadurch passt das Format auch sehr gut zum Thema.

Viel Spaß beim Anschauen!

Viktoria Leinweber, 22.07.2026, 19:52

LF2: In welchem Verhältnis steht diese Kultur der Digitalität zum aktuellen Schulsystem?

Zeitungsmagazin zu LF2: Schule und Kultur der Digitalität

Für die Bearbeitung von LF2 – „In welchem Verhältnis steht diese Kultur der Digitalität zum aktuellen Schulsystem?“ habe ich ein eigenes kleines Zeitungsmagazin gestaltet.

Das Magazin trägt den Titel „Schule im Wandel“ und setzt sich mit der Frage auseinander, wie die Kultur der Digitalität nach Felix Stalder zum aktuellen Schulsystem passt. Dabei wird deutlich, dass Schule und Digitalität in einem ambivalenten Verhältnis stehen: Digitale Geräte, Plattformen und KI-Anwendungen sind zwar längst Teil des Schulalltags, viele schulische Strukturen bleiben jedoch weiterhin eher traditionell geprägt.

Im Magazin wird zwischen der Schulebene und der Unterrichtsebene unterschieden. Auf der Schulebene geht es unter anderem um Organisation, Zeitstrukturen, Prüfungsformate und institutionelle Rahmenbedingungen. Auf der Unterrichtsebene steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich Lernen verändert, wenn Schülerinnen und Schüler Wissen nicht nur aufnehmen, sondern gemeinsam entwickeln, kritisch prüfen und digital gestalten.

Besonders wichtig war mir die Unterscheidung zwischen bloßer Digitalisierung und echter Transformation: Ein Arbeitsblatt als PDF verändert noch nicht automatisch die Lernkultur. Erst wenn Unterricht kollaborativer, reflexiver und stärker auf Mitgestaltung ausgerichtet ist, nähert sich Schule der Kultur der Digitalität an.

Das Zeitungsmagazin zeigt daher, dass das aktuelle Schulsystem zwar bereits viele digitale Elemente nutzt, aber noch nicht vollständig in der Kultur der Digitalität angekommen ist. Vielmehr entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen traditionellen schulischen Strukturen und neuen Formen von Wissen, Zusammenarbeit und algorithmischer Ordnung.

Viel Spaß beim Lesen!

Viktoria Leinweber, 22.07.2026, Lesedauer 10 Minuten